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Meine Frau wollte ein neues Smartphone. Ihr altes Windows Phone war ihr zu langsam geworden, der Akku hielt gerade mal noch einen halben Tag und die Apps sind angeblich deutlich schlechter als auf den Konkurrenzsystemen.
Prinzipiell war mir egal, ob es jetzt ein Android-Gerät oder ein iPhone werden sollte. Da meine Frau allerdings zu letzterem tendierte und ich mich nicht einmischen, wurde es nach etwas Recherche ein iPhone 5C.
Es ist ja bekannt, dass die Apple-Hardware in Ordnung ist, auch wenn man einen hohen Aufpreis für das Betriebssystem bezahlt. Das wird von den meisten Leuten angeblich gerne getan, da es das besteste Stück Software des Universums ist. Welchen Aufstand es ist so ein iPhone überhaupt einmal zu benutzen, das geht allerdings auf keine Kuhhaut.
Bekanntermaßen verwendet Apple immer eigene proprietäre Schnittstellen (bzw. verzichtet komplett darauf). Daher wurde gleich ein Gerät mit 32GB Speicher angeschafft; die vorhandene MicroSD-Karte konnte man ja nicht mehr weiter verwenden. Außerdem war klar, dass die SIM-Karte noch getauscht werden müsste. Als das neue Telefon also da war, musste es erst einmal an die Steckdose. Nach kurzer Zeit konnte man es Einschalten und es begrüßte uns mit der Einrichtung. Ohne SIM-Karte geht es hier aber nicht weiter. Wir besuchten also zunächst den nächsten Mobilfunkshop um eine passende Karte zu bekommen. Dort konnten wir das Telefon dann aber auch nicht gleich benutzen, weil zusätzlich ein WLAN benötigt wird. Wieder zuhause sind wir dann über den ersten Schritt der Telefonaktivierung hinaus gekommen. Es folgte die zwingende Einrichtung der AppleID. Dabei fiel mir zum ersten Mal auf, dass die Bildschirmtastatur am iPhone immer Großbuchstaben anzeigt, auch wenn tatsächlich Kleinbuchstaben getippt werden. Manchmal aber auch nicht, was durch eine recht unauffällige Füllung der Shift-Taste angezeigt wird. Das System beim Windows Phone finde ich hier intuitiver. Auch dass man Sonderzeichen wie beispielsweise deutsche Umlaute in einem Zug eingeben muss, halte ich für unbequemer. Bei Beiden öffnet sich bei längerem Druck auf den Buchstaben ein Auswahlfeld mit Varianten, bei iOS muss man aber ohne den Finger vom Bildschirm zu nehmen zur Auswahl gehen und dann loslassen, während man bei Windows Phone auch den Finger vom Bildschirm nehmen kann und dann das passende Zeichen antippen. Es folgte also die Vergabe eines Passwortes, eines Telefon-Sperrcodes und die Auswahl von gleich drei unsinnigen Passwortfragen. Nachdem die Ersteinrichtung abgeschlossen war, wollte meine Frau natürlich zunächst weitere Programme installieren. Im App-Store wurde schnell etwas gefunden, aber nach Eingabe von AppleID und Passwort erst einmal mit einem Fehler quittiert. Die AppleID wäre noch nicht aktiviert. Also zuerst einmal den Bestätigungslink in der E-Mail angeklickt und ein weiterer Versuch. Nein, die AppleID wurde noch nicht im iTunes-Store verwendet. Hä? Gut, iTunes-Store geöffnet, AppleID und Passwort angegeben, Fehler: noch nicht im iTunes-Store verwendet. Ja, Scheißendreck! Okay, im Internet gesucht und haufenweise andere Leute gefunden, die das selbe Problem haben.
Lösungsmethode 1: unter iCloud-Einstellungen als Zahlungsmethode "Keine" hinterlegen. Geht nicht, da man nur Kreditkartendaten hinterlegen kann.
Lösungsmethode 2: auf appleid.apple.com anmelden und Daten hinterlegen bevor man etwas runterlädt. Okay, gemacht, wieder versucht, Fehler.
Lösungsmethode 3: iTunes auf einen PC laden, dort in den Store gehen, sich mit der AppleID anmelden, mehr Daten hinterlegen, dort lässt sich als Zahlungsmethode "Keine" wählen, fertig.
Alleine dieses Prozedere, AppleID anlegen, bestätigen und aktivieren, hat dank den nicht wirklich hilfreichen und zielführenden Meldungen eine gute Stunde gedauert. Wenn ich dagegen eben das Windows Phone nehme: man muss es nicht aktivieren, man kann es einschalten und auch ohne SIM-Karte/WLAN eingeschränkt nutzen; die Erstellung eines Kontos ist fast optional* und ungleich einfacher.
Immerhin, nach diesen Anlaufschwierigkeiten scheint es tatsächlich zu funktionieren.
Update:
Der Datenaustausch zwischen iPhone und PC ist eine Katastrophe! Wenn man nach Möglichkeiten sucht, wie man (ohne iTunes zu benutzen) ein paar Lieder auf das Smartphone kopieren kann (mit Windows Phone oder Android kein Problem), wird man auf den CopyTrans Manager stoßen. Und wenn man ebendiesen herunterlädt, stellt man fest, dass es eigentlich ein kleiner App-Laden ist und man sich den CopyTrans Manager als App laden muss. Hat man dies getan und verbindet sein iPhone, sagt das Programm, dass es ohne iTunes-Treiber gar nichts kann. Diese kann man zwar auf Mausklick von Apple laden und installieren lassen, gefühlt hat man damit aber schon doppelt so viel Zeug auf dem Rechner wie direkt bei iTunes. Ist man dann fertig, kann man mit dem Benutzerfreundlichkeitsalbtraum tatsächlich die eine oder andere Audiodatei übertragen.
Eigentlich gehöre ich mit meiner niedrigen achtstelligen (und einer sechsstelligen) ICQ-Nummer zum Urgestein des Internets. Während anfangs der ICQ-Client - auch mangels Alternative - somit zu Standard-Installation für meinen PC gehörte, wechselte ich mit Trillian vom offiziellen Client weg. (Beziehungsweise ich ersetzte damit mein immer noch verwendetes ICQ 99b.) Weil es ging, erstellte ich mir auch Konten für die anderen Protokolle, verwendet wurden diese aber kaum. Lediglich mein MSN-Konto hat eine längere Haltbarkeit aufgewiesen, da es als Microsoft-Konto auch für andere Dienste herhalten konnte. (So ist es noch als Xbox-Live-Konto im Einsatz.) Außerdem habe ich mich dann zu dieser Zeit auch öfters im (eu)IRC aufgehalten. 2005 bin ich dann nach vielen verschiedenen Linux-Distributionen bei Fedora Core 4 gelandet, was dann nach und nach Windows (2000/Vista) als primäres Betriebssystem abgelöst hat. Unter anderem deswegen brauchte ich wieder einen neuen Messenger. Diesmal sollte es - dank GMX und Transports, damit also XMPP - relativ einfach sein. Jedoch hat GMX ihren XMPP-Server zum 1. Dezember 2014 abgeschalten und damit ist auch meine Zeit mit diversen Messengern zu Ende. Noch einmal umsteigen oder umstellen möchte ich nicht und in letzter Zeit hat die Verwendung sowieso stark nachgelassen. Ich vermisse zwar die Unterhaltungen mit einigen Leuten (zumeist Freunde, die ich auch schon persönlich getroffen habe), aber heutzutage genieße ich schon fast meine entschleunigte Vernetzung mit E-Mail, SMS und Telefon.
Spiele 2014 - and the Wiinner is U
Da ich im Dezember verreise, mache ich meinen Jahresrückblick diesmal schon etwas früher.
Die "Gewinnerin" ist dieses Jahr eindeutig die Wii U. Neben einigen Point'n'Click-Adventuren und älteren Titel (z.B. SimCity 4, Rock Band) war fast ausschließlich Nintendos aktuelle Konsole im Einsatz.
Die alphabetisch sortierte Kauf-/Spiel-Liste für dieses Jahr:
Bayonetta 2 (Wii U) - gekauft, durchgespielt
Broken Age (PC) - gespielt
Contrast (PC) - geliehen, durchgespielt
Deponia Trilogie (PC) - durchgespielt
Dungeon Keeper 2 (PC) - (wieder) durchgespielt
Mario Kart 8 (Wii U) - gekauft, viel gespielt
Mass Effect 3 (Wii U) - gekauft, durchgespielt
P4A: Persona 4 Arena (Xbox 360) - durchgespielt
Persona Q - Shadow of the Labyrinth (Nintendo 3DS) - gekauft
Pikmin 3 (Wii U) - gekauft, durchgespielt
Saints Row IV (Xbox 360) - gekauft
Super Mario Kart (Virtual Console) - gekauft, (wieder) durchgespielt
Super Smash Bros. (Wii U) - gekauft
The LEGO Movie Videogame (Wii U) - gekauft
The Wonderful 101 (Wii U) - gekauft
Tropico 4 (PC) - geliehen, durchgespielt
Watch_Dogs (Wii U) - gekauft
Sophienhöhle
An einem zu heißen Wochenende suchten wir Abkühlung in einer Tropfsteinhöhle in Bayreuth. Vom Parkplatz geht es einen schattigen Wanderweg zur Sophienhöhle. Nach der Besichtigung nehmen wir einen Umweg zur Burg Rabenstein, bevor wir wieder zurück zum Parkplatz schlendern.
Im Vorraum, dem Ahornloch, beginnt die Führung mit der Geschichte der Höhle und der Ausstellung des weltweit vollständigsten Höhlenbären-Skelett. In der Sophienhöhle selbst sieht man dann Elefantenohr und Bienenkorb, geht vorbei an der orientalischen Stadt und steigt einige Stufen hinab. Hier finden sich unter dem Kronleuchter die Ausgrabungsstätte der Höhlenbärenknochen. Im zweiten Abschnitt sehen wir zunächst viele Sinterfahnen, teilweise mit Algenbewuchs. Eine besonders markante Formation wird uns als Reichsadler vorgestellt. Außerdem befindet sich hier der Millionär, ein Stalagmit mit über zwei Meter Durchmesser und Höhe. Seinen Namen verdankt er dem geschätzten Alter (über eine Million Jahre), aber nach neusten Erkenntnisse ist er weit jünger: nur etwa 40.000 Jahre. Im dritten und letzten Bereich wird das Schachbrett mittels Lichtspiel in Szene gesetzt.
Sanifair? Beschissen!
Bislang waren mir die Anlagen relativ egal. Nach Möglichkeit fahre ich zum Pinkeln einen Parkplatz mit Toilette an, aber bei längeren Fahrten muss man auch mal Tanken, Essen oder aus anderen Gründen eine Rastanlage anfahren. Sinnvollerweise sucht man dann zuerst die sanitären Anlagen auf, damit man den nutzlosen "Wertbon" gleich wieder loswerden kann. Was gar nicht so einfach ist, denn wenn man nur tankt, kann man die 50 Cent nicht gleich verrechnen lassen. Denn trotz der Aussage von Sanifair ("Der SANIFAIR Wert-Bon - für Sie bares Geld wert.") gilt das nur für bestimmte "Partnerunternehmen" und schon mal gar nicht für die angeschlossene Tankstelle. Im Idealfall konnte ich den Bon bei einer Pressfleischbude loswerden, wo alle Preise etwa 50ct höher als bei anderen Filialen des Franchise sind. Theoretisch kann man die Bons auch sammeln und dann ein anderes überteuertes Erfrischungsgetränk oder ein paar Snacks mitnehmen. Nur darf man sich damit nicht zu lange Zeit lassen, weil die Bons verfallen (näheres regeln die ausgehängten AGB) und manche Unternehmen beschränken auch die Anzahl der Bons die sie pro Person und Einkauf entgegennehmen. Das ganze System ist also schon eher nervig.
Jetzt war ich vor einigen Monaten mal ausnahmsweise mit der Bahn unterwegs und musste in Nürnberg am Bahnhof die dortige Sanifair-Anlage benutzen. Der Preis von 1,10 Euro statt den 70 Cent an den Autobahn-Rastanlagen hätte mich fast vor diesem "Fehler" bewahrt, aber ich habe mich nötigen lassen. Jetzt hatte ich natürlich nicht vor, irgendetwas am Bahnhof zu kaufen, was ja angeblich auch kein Problem ist, weil Der SANIFAIR Wert-Bon im Wert von 50 Cent kann weiterhin bundesweit bei Einkäufen bei allen teilnehmenden Partnerunternehmen eingelöst werden. Dachte ich. Denkste! Bei bislang zwei Versuchen an Autobahn-Rastanlagen diesen DB-gebrandeten Bon loszuwerden, wurde mir gesagt, dass ich diesen hier nicht einlösen kann. Ich habe darauf hingewiesen, dass das ja auch ein Sanifair-Wert-Bon (samt Logo) ist. War den Leuten an der Kasse aber egal. Ein Mitarbeiter meinte, die würden unterschiedlich abgerechnet (dass es also eine Autobahn-Kasse und eine Bahn-Kasse gibt).
Nun gut. Bei meinen nächsten Besuchen von Sanifair werde ich nichts zahlen. Und wenn sich jemand beschwert, bekommt er einen Sanifair-Wert-Bon. Ist ja quasi bares Geld.