Michael Hanig

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Irland

Über Ostern hatten wir einen Urlaub auf der Grünen Insel gebucht. Eigentlich dachten wir, dass meine Frau mit ihrer Niederlassungserlaubnis problemlos innerhalb der EU reisen kann, aber wir wurden eines besseren belehrt.

Die Frage, ob ein Visum für die Reise nach Irland benötigt würde, quälte uns ein paar Tage vor dem Abflug. Zunächst versuchte ich die Antwort in den weiten des Internet zu finden, bekam aber nicht eine, sondern fünf verschiedene. Ich fand heraus, dass Irland zwar in der EU ist, aber (wie Großbritannien) nicht dem Schengen-Raum angehört. Daraufhin habe ich den Reiseveranstalter trendtours kontaktiert, der mich nur an die irische Botschaft verweisen konnte. Dort erreichte ich telefonisch eine Bandansage, dass Fragen zu Visa nicht mehr telefonisch beantwortet werden. Auf der Webseite fand ich dann ein Kontaktformular für eine Anfrage per E-Mail, das allerdings auf 250 Zeichen beschränkt war. Nicht genug Platz um mein Anliegen auch nur annähernd gut genug zu beschreiben. Die Antwort, dass ein Visumantrag drei Wochen(!) zur Bearbeitung benötige, war zwar nicht das, was ich wissen wollte, aber damit war es sowieso zu spät ein Visum rechtzeitig zu bekommen. Ich erkundigte mich noch einmal, ob überhaupt ein Visum nötig sei, worauf es hieß, dass es nicht nötig ist, wenn meine Frau eine Residence card of a family member of a Union citizen habe, andernfalls aber schon. Zu guter Letzt gibt es noch das Gesetz über die allgemeine Freizügigkeit von Unionsbürgern in dem unter anderem steht:

§ 2 Recht auf Einreise und Aufenthalt
(1) Freizügigkeitsberechtigte Unionsbürger und ihre Familienangehörigen haben das Recht auf Einreise und Aufenthalt nach Maßgabe dieses Gesetzes.
...
(4) Unionsbürger bedürfen für die Einreise keines Visums und für den Aufenthalt keines Aufenthaltstitels. Familienangehörige, die nicht Unionsbürger sind, bedürfen für die Einreise eines Visums nach den Bestimmungen für Ausländer, für die das Aufenthaltsgesetz gilt. Der Besitz einer gültigen Aufenthaltskarte, auch der eines anderen Mitgliedstaates der Europäischen Union, entbindet nach Artikel 5 Abs. 2 der Richtlinie 2004/38/EG des Europäischen Parlaments und des Rates vom 29. April 2004 über das Recht der Unionsbürger und ihrer Familienangehörigen, sich im Hoheitsgebiet der Mitgliedstaaten frei zu bewegen und aufzuhalten und zur Änderung der Verordnung (EWG) Nr. 1612/68 und zur Aufhebung der Richtlinien 64/221/EWG, 68/360/EWG, 73/148/EWG, 75/34/EWG, 75/35/EWG, 90/364/EWG, 90/365/EWG und 93/96/EWG (ABl. EU Nr. L 229 S. 35) von der Visumpflicht.

Alles klar?
Da es sowieso zu spät war ein Visum zu beantragen und ich schon einen halben Tag lang Dokumente gelesen habe, die auf Richtlinien querverweisen, die auf Staatsverträge verweisen, welche nur noch mehr Verwirrung statt Klarheit schafften, ging es am Reisetag mit gemischten Gefühlen zum Flughafen.
Am Check-In-Schalter wurde natürlich zunächst nach einem Visum gesucht, aber nachdem ich meine Recherche-Ergebnisse vorgelegt hatte und noch die Bundespolizei befragt wurde, hieß es, dass alles in Ordnung sei. Selbstverständlich waren die Grenzbeamten in Irland anderer Meinung und erklärten, dass wir uns nicht auf den Freedom of Movement Act/EU berufen können, weil ich als Deutscher in Deutschland lebe und dieser nur greift, wenn man nicht in dem EU-Land lebt, in dem man Bürger ist. (Also wenn ich als Deutscher in Österreich oder Frankreich wohnen würden, bräuchte meine Frau kein Visum für die Einreise nach Irland, da ich in Deutschland lebe aber schon. Ist die EU nicht toll?) Immerhin, wir bekamen einen Visum-Stempel und konnten unseren Urlaub beginnen.

Zunächst ging es nach einem Fáilte! der Reiseleiterin mit dem Bus ins Lucan Spa Hotel in der Nähe von Dublin. Den freien Nachmittag verbrachten wir mit einem ersten Erkundungsspaziergang von Dublins Innenstadt. Dabei ging es vorbei an der Temple Bar, Dublin Castle und der Christchurch Cathedral.
Am nächsten Tag sollte es mit dem Bus nach Lisdoonvarna gehen, zuvor machten wir aber noch eine kleine Stadtrundfahrt in Dublin mit Stopps im Phoenix Park und dem National Museum of Ireland. Auf dem Weg ins Hydro Hotel in Lisdoonvarna besichtigten wir noch den irischen schiefen Turm von Kilmacduagh Monastery und wagten einen Blick von den Cliffs of Moher.
Am zweiten Tag ging es nach Kylemore Abbey und in die viktorianischen Gärten.
Den dritten Tag verbrachten wir mit einem Schiffs-Ausflug auf dem Fluss Shannon und Lough Derg, sowie einer kleinen Wanderung um Lisdoonvarna.
Am vierten Tag konnten wir ausschlafen, besichtigten das berühmte Burren Smokehouse und kauften natürlich auch etwas geräucherten Lachs ein. Am Nachmittag ging es dann noch zum Bunratty Castle. Den Abschluss des Tages bildete der irische Abend im Hotel.
Tags darauf ging es zum Loop Head Lighthouse und auf eine zweistündige Wanderung an den Cliffs of Moher entlang.
Bevor es wieder zurück nach Dublin geht, schauen wir uns noch eine Tropfsteinhöhle im Aillwee Cave an und decken uns mit ursprünglichem irischen Whisky und lokalen Käsespezialitäten ein.
Die Rückreise nach Deutschland verläuft relativ unspektakulär, aber mit 1,5 Stunden Verspätung des Fliegers, so dass wir unsere Wohnung erst am Abend erreichen.

Lucan Spa HotelZugang zum Dublin CastleChristchurch CathedralChristchurch CathedralBunte Türen in DublinPapst-Kreuz im Phoenix ParkHalf-Penny-BridgeZollgebäude in DublinMillennium Spire (der weltgrößte Zahnstocher)St. Patricks CathedralKilmacduagh MonasteryO`Brien`s TowerPeacockes HotelBlick vom AussichtsturmPause mit irischem KaffeeKylemore AbbeyGothic "Memorial" ChurchBügeleisensteinViktorianischer Mauergarten mit Blick auf das Gärtnerhaus; im Vordergrund sind die Reste der alten Gewächshäuser zu sehenAusblick auf einen Berg mit Irlands schönstem Unkraut (Rhododendron) vom Loch DergKillaloe-Brücke vom Fluss ShannonBunratty CastleFruchtbarkeitsstein in der FensternischeBlumen im MauergartenLoop Head LighthouseBlick vom LeuchtturmEin kurzer Zwischenstopp auf einer typischen irischen LandstraßeBlick von den KlippenMittagspause in einem weiteren MauergartenWanderung entlang der Cliffs of MoherUnser Wanderführer posiert mit der irischen FlaggeWanderung entlang der Cliffs of MoherWanderung entlang der Cliffs of MoherWanderung entlang der Cliffs of MoherWanderung entlang der Cliffs of MoherAillwee CaveDer WasserfallDie KarottenRegenwasser fließt durch die Höhle

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Spiele 2015

Auch dieses Jahr spielte sich für mich hauptsächlich auf den Nintendo-Konsolen (Wii U und 3DS) ab. Am PC habe ich einige Titel, die schon länger in der Steam-Bibliothek sind, weil sie bei diversen Bundles dabei waren, abgehakt und außerdem ist mit Cities: Skylines ein mehr als würdiger Nachfolger für Sim City 4 erschienen.

Die alphabetisch sortierte Kauf-/Spiel-Liste für dieses Jahr:

Meine Spiele 2014.

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Tesla Testfahrt

Im Rahmen meiner Arbeit komme ich mit dem einen oder anderen technischen Spielzeug in Kontakt. Im Augenblick gehört zu diesem auch ein Tesla Model S, welches ich auf eine Probefahrt nehmen konnte.

Um 11 Uhr habe ich den Wagen abgeholt, wo er laut Bordcomputer noch Energie für etwa 130 km haben sollte. Deswegen peilte ich als erstes die nächstgelegene Supercharger-Ladestelle an, die etwas über 20 km entfernt an einem Autohof zu finden ist. Auf dem Weg dorthin fuhr ich zunächst manuell und hatte natürlich die ersten Aha-Momente. Wenn man das Fahrpedal durchdrückt, wird man gleichzeitig in den Sitz gedrückt; wenn man das Fahrpedal nur antippt, beschleunigt man trotzdem ziemlich flott auf 30-50 km/h. Durch die rasche Beschleunigung und das ruhige Fahren, wird man sehr oft vom Auto angepiepst, weil man die zulässige Höchstgeschwindigkeit übertreten hat. Dieses Feedback ist zwar etwas nervig, aber wohl notwendig. Nimmt man den Fuß vom Pedal, bremst der Tesla alleine durch die Rekuperation ordentlich. Obwohl ich Landstraßen gefahren bin, schrumpfte die Batteriekapazität nur so dahin. Mit unter 100 km Restreichweite kam ich an den Ladestationen an, stöpselte den Wagen an und ging Mittagessen. Der Ladevorgang sollte 50 Minuten dauern und als ich wieder am Auto war, vermeldete es: Vorgang abgeschlossen, Reichweite 380 km. Dann ging es auf die Autobahn, um die weiteren Assistenzsysteme zu testen. Ich habe es nicht geschafft, dass das ACC oder der Autopilot auf Geschwindigkeitsbegrenzungen oder gar die Streckengeometrie (Kurven) regelt. Stattdessen hielt er stur die eingestellte Geschwindigkeit, die das Limit beim Einschalten war. Den automatischen Spurwechsel nach links konnte ich durch Blinken einleiten, nach rechts ging es aber irgendwie nicht mehr. Obwohl ich das Lenkrad, wie verlangt, im Autopilot-Modus nicht losgelassen habe, wurde ich immer wieder daran erinnert, dass die Hände ans Lenkrad gehören und, sofern ich nicht etwas gewackelt habe, der Autopilot wieder deaktiviert. So macht diese Funktion nicht wirklich Spaß, aber bis auf eine Situation mit einer Baustelle, blieb das Fahrzeug immer schön in der Spur. Am meisten enttäuscht hat mich das automatische Parken. Die Querlücke wurde nur in knapp der Hälfte der Fälle erkannt (dann parkte der Tesla aber auch in drei Zügen ein), die Längslücke gar nur ein einziges Mal, wobei der Wagen nachher quer geparkt hat (die Lücke war auch ausreichend tief). Dieses Resultat unter Versuchsbedingungen (abgesperrter Parkplatz) lässt mich an der Alltagstauglichkeit der Funktion doch stark zweifeln.
Die Bedienung über einen großen Touchscreen in der Mittelkonsole empfinde ich ebenso eher mäßig gelungen und auch die Anzeigen auf dem Kombiinstrumentenbildschirm sind oftmals überflüssig. Wahrscheinlich kann man diese noch anpassen, dazu müsste man sich aber wieder durch die Menüs wühlen ...

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Tropical Islands

11. November, 18 Uhr, Deutschland: 26°C Lufttemperatur und 66% Luftfeuchtigkeit, Willkommen im Urwald.
Nachdem wir unser Premium-Zelt bezogen und uns überflüssiger Kleidung entledigt haben, geht es zur Abkühlung eine Runde ins 31°C kalte Wasser, bevor wir zu Abend essen und für den neuen Tag Kräfte sammeln.
Nach der eher kurzen Nacht, geht es zunächst zum Frühstücksbuffet, um uns für den Tag zu stärken. Danach bummeln wir zunächst durch die kleine Einkaufsstraße und erfreuen uns an überzogen hohen Preisen. Dann biegen wir ab zur Regenwald-Expedition. Der Weg schlängelt sich durch Flora und Fauna, bis wir an einem Ballon-Startplatz ankommen. Wir steigen auf und genießen die Aussicht aus 55m Höhe. Danach geht es zum Entspannen zurück zur Lagune. Nach einem späten Mittagessen ruhen wir uns im Zelt aus und machen dann den Wasserrutschenturm unsicher. Abschließend schwimmen wir noch eine Weile durch die Lagune, wonach wir mit großem Hunger zum Abendessen gehen.
Nach einer weiteren Nacht geht es am nächsten Morgen Richtung Hamburg.

Leider gibt es auch Schattenseiten des tropischen Kurzurlaubs. So beschränkt sich die Ausstattung des Premium-Zeltes auf eine Lampe (oder eher Funzel). Da für das Licht sowieso eine elektrische Leitung gelegt ist, fragt man sich, warum an einer extra Steckdose gespart wurde. Wir haben uns damit beholfen die Lampe nachts auszustecken um das stromfressende Smartphone laden zu können. Vor allem für den verlangten Preis unangemessen.
An ausreichend erreichbare Waschräume hat man auch nicht wirklich gedacht, so dass man die Morgen- und Abendpflege an einem der beiden Handwaschbecken auf den Toiletten erledigen musste. Die Duschen haben ihre besten Zeiten bereits hinter sich. Zwar sauber, aber teilweise eben defekt oder zumindest beschädigten Armaturen.
Die einzig ordentlichen Verstauungsmöglichkeiten bieten Schließfächer, die zwar nahe des Ein- bzw. Ausgangs vorhanden sind, damit aber genau an der gegenüberliegenden Seite des Indoor-Zeltplatzes liegen.
Insgesamt macht das ganze oftmals den Eindruck eines überdimensionierten Hallenbades statt eines tropischen Inselparadieses.

Tropical IslandsPremium-Zelt (innen)links ein asiatisches Restaurant, rechts ein BallonLädenModell der Tropical-Islands-Halle"Expedition" durch den Regenwaldwobei der Regenwald mehr ein Park istüber den Dingen schwebendneben Pflanzen gibt es auch einige Vögel und andere Eidechsen zu bestaunenWasserrutschenturm

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Unblogging

Ganz offensichtlich bin ich nicht der Typ für ein normales Weblog. Deshalb hier wieder ein ganz individueller Ansatz.

Anstatt zu versuchen irgendeine Software für mich anzupassen, schreibe ich die Seiten komplett selbst.
Vor allem stört mich bei den Standard-Formaten, dass die Texte zu sehr mit einem Datum verknüpft sind. Hier werde ich gegebenenfalls auch ältere Texte noch einmal erweitern oder korrigieren. Ich hoffe damit insgesamt längere Texte zu haben, die möglichst aktuell sind, auch wenn das Thema schon etwas angestaubt ist.
Die grundlegende Funktionalität ist bereits vorhanden. Weiter ist für mich geplant die Texte mit ein paar Bildern ausschmücken zu können und eine Kommentarfunktion für Gäste. Bis es so weit ist, kann man mir übers missing Forum Nachrichten zukommen lassen. Kommentare können nun auch abgegeben und gelesen werden. Das Captcha lässt sich durch genaues hinsehen (Tipp: Bild-URL anschauen) oder Quelltextlesen lösen, außerdem kann man es sogar mit etwas Geschick umgehen. Da es eine Einzellösung ist, hoffe ich einmal, dass die Spambots das nicht können. Daneben ist noch die Angabe eines Namens und des eigentlichen Kommentars notwendig. Die E-Mail-Adresse ist optional und wird lediglich zur Anzeige des Gravatars benötigt. Der Bildupload und die Galerie sind nun ebenfalls fertiggestellt und (ein bisschen) getestet.

Bereits um die Jahrtausendwende hatte ich meine eigene kleine Netzpräsenz mit Neuigkeiten auf der Startseite. (Mal davon abgesehen, dass es kaum relevante und sehr kurze Textabschnitte waren - sozusagen das Twitter unter den Weblogs - war das vermutlich der geistige Vorgänger.) Es folgte eine etwas komplexere Seite mit PHP und Textdateien als Datenbankersatz, weil mir damals schon die ganzen Weblog-Software zu gleich aussahen. Mit BLOG:CMS kam die erste halbwegs professionelle Software zum Einsatz, wurde aber ziemlich bald als zu komplex wieder verworfen. Dadurch kam ich aber zu meiner Forum-Software punBB, die ich heute noch einsetze und sogar lange Zeit als Weblog geführt habe. Schlussendlich habe ich noch einen Abstecher über Serendipity gemacht, bevor ich mich entschlossen habe, alles wieder über den Haufen zu werden und mein eigenes Ding zu drehen.

Für mich wichtig: Valid XHTML 1.0 Strict auch wenn mir ab und zu kleinere Fehler unterlaufen, die ich versuche schnellstmöglich zu beheben und ich stets bemüht bin auch den Quelltext meiner Seiten zu verbessern und zu optimieren.
Bei den Kategorien für diese Seite habe ich mich ziemlich schnell für ein kleines Set entschieden. Mehr kann man machen, macht es in der Regel aber auch nicht besser. Unter Leben werden eher persönliche Dinge abgelegt, Reisen soll in Zukunft ein kurzer bis mittellanger Text und eine Auswahl schöner Fotos zu meinen Reisen enthalten, statt wie bisher hunderte oder gar tausende Bilder mehr oder weniger kommentarlos ins Netz zu stellen. Beim Spielen geht es um PC-Spiele oder die Konsolen, mit der Technik decke ich dann die restlichen Software-Seuchen und Hardware-Hindernisse ab. Und mehr ist dann die Nicht-Kategorie unter die der ganze Rest fällt.
Jetzt fehlt eigentlich nur noch ein Klecks Medium Orchid ...

Testbild von http://www.save-celle.com/?attachment_id=521

Gravatar Michael
Hallo, Kommentar!

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